Vegane Alltagsküche leicht gemacht

Mit wenig Aufwand und in kurzer Zeit extrem leckere, vegane Gerichte aus gesunden Zutaten zaubern – das wünschen wir uns doch alle. Ob Hobbykoch oder Kochanfänger, wir alle haben nur 24 Stunden am Tag und möchten im stressigen Alltag ungern zweiseitige Zutatenlisten studieren und Stunden in der Küche verbringen um uns selbst und andere satt und glücklich zu machen. Wie bekommen wir es also hin entspannt zu bleiben und quick & easy pflanzliche Alltagsgerichte zu zaubern?

Weniger ist mehr

  • Findet eure Basics: Auch wenn es so manche Rezepte nicht vermuten lassen, mit Ihrer Masse an exotischen Zutaten und unbekannten Gewürzen – oft ist weniger einfach mehr! Das Geheimnis liegt im Finden einiger weniger, leicht zuzubereitender Basis-Gerichte, die sich beliebig abwandeln lassen. Das bedeutet vielleicht etwas initialen Aufwand, aber sobald ihr eure eigene kleine Rezept-Datenbank erstellt habt, werdet ihr immer schnell die passende Inspiration zur Hand haben.
  • Arbeitet mit frischen Grundzutaten: Gutes, marktfrisches Gemüse muss weder stundenlang in der 25-teiligen Gewürzmischung mariniert noch in kleine Herzchen geschnitzt werden um gut zu schmecken – es überzeugt in seiner Einfachheit mit einem unglaublich guten Eigengeschmack. Wer gute Rohstoffe verwendet, wird definitiv den Unterschied schmecken. Traut euch die Gewürze im Schrank zu lassen und lernt den intensiven Geschmack des puren Gemüses wertzuschätzen. Schon mal Zwiebeln angebraten und die Pfanne angelächelt? Ihr versteht das Prinzip!

Vorkochen

»Mealprep« ist nicht umsonst zum Trend-Begriff geworden – es ist einfache Mathematik, das einmal Kochen weniger Aufwand macht als zweimal Kochen. 😉 Das Ganze benötigt vielleicht ein bisschen Vorplanung, denn wir wollen auch keine Lebensmittel verschwenden – wenn ihr es euch aber zur Gewohnheit macht generell ein paar mehr Portionen zu kochen, werdet ihr immer auch für die Folgetage danach noch gut versorgt sein.

  • Kocht die doppelte Portion Reis, Kartoffeln und Co. Die Sättigungsbeilagen sind meist die größten Zeitfresser und sehr oft hat man keine Lust nach einem langen Arbeitstag noch 40 Minuten auf die Kartoffeln zu warten. Auch von Hülsenfrüchten wie Linsen oder Bohnen könnt ihr getrost gleich die ganze Packung kochen.
  • Egal ob Gemüsepfanne, Suppen, Wraps, Gemüsepatties oder Pasta-Gerichte: so gut wie alles lässt sich direkt in die Lunchbox transferieren und je nach Bedarf ein paar Tage im Kühlschrank oder im Tiefkühlschrank aufbewahren. Vieles schmeckt kalt oder durchgezogen sogar nochmal besser, eignet sich als Snack zwischendurch oder einzelne Bestandteile machen sich gut im Salat. Lernt die Kunst der Resteverwertung.
  • Vielleicht nicht 100% ideal, was die Vitamine angeht – aber besser als gar kein Gemüse und die Bestellung beim Pizza-Service: Schnibbelt euch ein paar Gemüsesorten vor und bewahrt sie verzehrfertig in luftdichten Boxen auf. Gerade Wurzelgemüse wie Karotten und Kohlrabi, fertig gewaschener Spinat, vor gehackte Kräuter oder ein paar direkt einsetzbare Kürbiswürfel können so blitzschnell ohne Umwege in Mund oder Pfanne wandern.
  • Wenn ihr es schafft einen Tag in der Woche für etwas Vorbereitung einzuplanen, spart ihr eine Menge Aufwand für die Tage danach. Macht es euch zum Ritual, Musik aufdrehen und losschnibbeln.

Basics immer zuhause haben

Es gibt eine Reihe von Grundzutaten, die ihr einfach immer da haben solltet. Spontanes Einkaufen kann zum zusätzlichen Stressfaktor werden und das wiederum die Null-Bock-Attitüde befeuern. Übt euch in Vorratshaltung! Achtet im Supermarkt auf Sonderangebote und holt euch trockene Zutaten einfach auf Vorrat: Pasta, Reis, Haferflocken und sonstige Getreidealternativen, die ihr gerne mögt. Tomatenmark, Currypaste, Kokosmilch, Hülsenfrüchte, Nüsse, Tofu… Alles was ihr oft und gerne esst, darf gerne aufgestockt werden. 

Notizen machen

Wie oben schon bereits in Form der »Datenbank« erwähnt: Gewöhnt euch an Notizen zu machen. Was hat gut geschmeckt? Was kam bei der Familie an? Wir müssen sehr viele Entscheidungen pro Tag treffen und Abends ist unser »Entscheidungskontingent« oftmals schon erschöpft. Sammelt in einem Buch Rezepte für faule Tage, die euch die Entscheidung schlichtweg abnehmen. Oftmals improvisieren wir auch in der Küche und sind begeistert vom überraschend guten Ergebnis. Auch hier gilt: aufschreiben. Dann könnt ihr eure ungewöhnlichen Kombinationen jederzeit auch im müden Zustand reproduzieren. Es ist typabhängig, aber vielen Leuten hilft es auch die Woche grob vorzuplanen. Probiert es aus. Ein Notizbuch in der Küche ist wirklich eine Bereicherung!

Mit Freunden & Familie kochen

Man soll arbeiten, Erledigungen machen, dem Handwerker hinterhertelefonieren und dann ist da auch noch die Sache mit den sozialen Kontakten… Da fällt die gesunde Alltagsküche gerne mal hinten runter, es gibt ein schnelles Brötchen auf die Hand oder das Fast Food wird ausgepackt. Vielleicht schafft ihr es die Küche mehr in euer Sozialleben zu integrieren. Spannt eure Familie ein und kocht zusammen eure Lieblingsgerichte, veranstaltet Kochabende oder Potlucks mit Freunden, zu denen jeder etwas mitbringt. Viele Leute möchten sich besser und gesünder ernähren, inspiriert euch gegenseitig!

Organisiert bleiben in der Küche

Auch während des Kochens gibt es ein paar Dinge zu beachten um das Ganze zum stressfreieren Erlebnis zu machen. 

  • Mis-en-Place: Bereitet alle für das Rezept benötigten Zutaten vor, bevor ihr den Herd anschmeißt. Erst wenn alle Zutaten gewaschen, geschält und geschnitten in Schüsseln parat stehen, könnt ihr entspannt anfangen zu braten. Das reduziert die Gefahr, dass ihr den Überblick verliert, ihr euch in der Hektik in den Finger schneidet oder etwas anbrennt.
  • Je nach Gericht könnt ihr die Kochzeit vielleicht dann schon nutzen um das gröbste Chaos direkt zu eliminieren. Denn nichts macht weniger Spaß als satt und glücklich der Unordnung in der Küche entgegentreten zu müssen. In 10 Minuten Kochzeit für die Nudeln ist das größte Chaos oft schon schon erledigt. Außerdem haben die Rückstände auch gar keine Zeit hartnäckig im Geschirr anzutrocknen.

Starte jetzt die Masterclass und lerne gelassen zu bleiben

Wir finden, jede Art von Stress hat nichts in der Küche verloren. Die Basis-Zutaten dafür haben wir dir im Artikel verraten: Eine gewisse Routine in der Vorbereitung und Rezepte, die sich mit Zeit und Geschmack vereinbaren lassen. Zweiteres liefern wir dir in Form von 57 Videos und 170 E-Book-Seiten in unserer neuesten Masterclass: Quick & Easy mit Björn Moschinski.

Gerichte aus der aus den Menüs der Quick & Easy Masterclass | © Hansi Heckmair

Chefkoch Björn Moschinski gibt in unserem neuesten Online-Kurs unkomplizierte, vegane und super leckere Rezepte mit auf den Weg die nicht in Unruhe versetzen und leicht umzusetzen sind. Quick & Easy für alle, die die Rezept-Recherche besonders elegant und ohne Umwege abhaken möchten. 😉

ZUR QUICK & EASY MASTERCLASS ANMELDEN

Was sind eure Alltags-Favoriten oder 10-Minuten-Klassiker? Wie vermeidet ihr Kochen zum Stressfaktor werden zu lassen? Wir freuen uns wie immer sehr auf eure Kommentare.

Bis bald! Eure Domi vom Vegan Masterclass Team

Hast du das schon gelesen?