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Milchalternativen – So zauberst du deine eigene leckere Pflanzenmilch

Vegane Milchalternativen

An Milch lässt sich festmachen, wie eingefahren und gleichzeitig anpassungsfähig unsere Geschmacksnerven sind. Gerade in Sachen Geschmack ist Milch ein heikles Thema. Wir sind fast alle mit Kuhmilch aufgewachsen und sehr an deren Konsistenz und Geschmack gewöhnt.

Entsprechend groß kann die Enttäuschung beim ersten Kosten der pflanzlichen Milchalternative sein. Gerade die Cremigkeit lässt im direkten Vergleich bei vielen veganen Alternativen zu wünschen übrig. Doch in Sachen Geschmack sind wir »Gewohnheitstiere«.

Deshalb empfehle ich Kuhmilchtrinkern folgendes Experiment: Fünf Wochen Verzicht auf Milchprodukte aller Art. Dabei sollte man ganz gezielt auf das eigene Befinden in Bezug auf Gesundheit und vor allem Müdigkeit achten. Ein paar Milchalternativen ausprobieren, bis man zwei Sorten gefunden hat, die schmecken.

Oatly Barista Milch zum Beispiel schmeckt prima im Kaffee und lässt sich gut schäumen, eine frisch gemachte Mandelmilch, gut gekühlt genossen, ist ein Traum. 

© Verlag – Christian München / Bild: Hansi Heckmair

Die Anpassung des menschlichen Geschmacks

Wer nach fünf Wochen »Abstinenz« ein Glas frische Vollmilch trinkt, wird überrascht sein von deren intensiven, für viele abstoßenden Geschmack nach Tier, Stall und Kuh. Der menschliche Geschmack passt sich extrem schnell an die jeweiligen Gegebenheiten an – das ist wahrscheinlich eine Art Überlebensmechanismus. In der Regel reichen schon vier bis fünf Wiederholungen innerhalb von zwei Tagen, um Geschmack an etwas zu finden. Und erst wenn ich weiß, wie etwas wirklich schmeckt, kann ich eine bewusste Entscheidung treffen.

Aber Milchalternativen sind so teuer und welche soll ich überhaupt nehmen?

Inzwischen sind so viele pflanzliche Milchsorten auf dem Markt, dass man leicht den Überblick verlieren kann. Ich habe alle probiert und bin meinen Lieblingsmarken Natumi, Oatly oder Allos treu verbunden. 

Allgemein ist pflanzliche Bio-Milch teurer als Bio- Kuhmilch, was nicht zuletzt an der Massenproduktion und zahlreichen Subventionen für Letzere liegt. Im Schnitt kostet die vegane Variante fertig gekauft aber gerade einmal 1–1,50 € pro Liter mehr. Selbst hergestellt ist sie noch günstiger. Für guten Geschmack und gesunde Ernährung ist das nicht zu teuer, finde ich.

So geht’s: Mandelmilch selber machen

Für die schnelle Herstellung cremiger veganer Milch ist ein Hochleistungsmixer (ich empfehle diesen HIER ) von Vorteil, es geht aber auch ohne. Bei Verwendung eines normalen Mixers müssen Nüsse und Kerne vor der Verarbeitung immer über Nacht eingeweicht oder 5–10 Minuten sanft geköchelt werden. Durch das Einweichen wird die Milch etwas weicher und bekömmlicher, durch das Kochen gehen allerdings wertvolle Inhaltsstoffe verloren.

Die selbstgemachte Milch ist im Kühlschrank 3–6 Tage haltbar, abgekocht noch etwas länger. Die V-Milch immer vor dem Verzehr schütteln.

Frische Mandelmilch

Für etwa 700 ml / 10 Minuten

• 250g eingeweichte und geschälte Mandeln
• 1-2 Datteln
• eine Prise Vanille
• eine Prise Salz
• 1l Wasser

  1. Sämtliche Zutaten abmessen und bereitstellen.
  2. Alle Zutaten im Hochleistungsmixer 2 Minuten glatt pürieren. Die Mischung 10 Minuten ziehen lassen, dann erneut 2 Minuten pürieren. (Alternativ die Mandeln oder anderen Nüsse über Nacht in Wasser einweichen und im gewöhnlichen Mixer verarbeiten.)
  3. Ein mit einem Passiertuch ausgekleidetes Sieb oder einen Nussmilchbeutel auf bzw. in einen Krug legen. Die Masse hineinfüllen.
  4. Die Masse vorsichtig ausdrücken.
  5. Die Nussmasse im Tuch/Beutel so auspressen, dass eine leicht feuchte, cremige Masse zurückbleibt. Diese kann zu Mandelricotta weiterverarbeitet werden oder im Ofen getrocknet und im Müsli oder beim Kuchenbacken verwertet werden.
  6. Ergibt etwa 700 ml Milch und 300 g Mandelmasse.

© Verlag – Christian München / Bild: Hansi Heckmair

Die Inhalte stammen aus Sebastian Copien’s Standardwerk zur veganen Küche „Die vegane Kochschule“ und sind nur ein paar von mega vielen und wunderbaren Anleitungen zur leckeren und pfanzlichen Küche . Klicke hier und erfahre mehr über „Die vegane Kochschule„.

Verlag: Christian München; Auflage: 2 (2. Oktober 2015)
Bilder: Hansi Heckmair

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2018-12-03T15:17:54+00:00
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