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Eine Geschichte über drei kleine vegane Meisterköche

Kinder die kochen, essen gern!

Wie kann man Kinder und junge Menschen für Gemüse und Essen begeistern? Diese Frage wird unserem Profi-Koch Sebastian Copien sehr oft gestellt und die beste Herangehensweise ist, dass sie selber aktiv in der Küche werden. Wie das funktionieren kann erzählen euch Melanie und Janne in einer inspirierenden Geschichte über ihre drei Jungs die zu kleinen Meisterköchen der pflanzlichen Küche wurden.

Am Ende erwarten euch noch die besten Tipps & Tricks von den beiden Eltern. 


Ein Gastartikel von Melanie & Janne

Als wir vor ein paar Jahren auf Vegetarisch und dann auf Vegan umgestiegen sind, war das nicht einfach nur die beste Entscheidung die wir treffen konnten, sie hat auch unser gesamtes Leben umfassend beeinflusst und verändert. Und diese Entscheidung dürfte auch dafür verantwortlich sein, das unsere 3 Jungs später im Leben hervorragend zurecht kommen werden. Unsere Jungs, das sind, Emil 10 Jahre, Henri 7 Jahre und Piet 5 Jahre.

Was aber hat diese Entscheidung jetzt damit zu tun, das unsere Kinder später im Leben hervorragend zurecht kommen werden?

Durch die Entscheidung sich rein pflanzlich zu ernähren hat sich auch unser gesamtes Kochverhalten verändert. Heute kochen wir zu ca. 90% frisch. Und natürlich täglich. Auch unser Brot und unsere Brötchen backen wir mittlerweile fast vollständig selber. Durch dieses viele, sowie tägliche, Kochen und Backen ist es für uns zu einer Leidenschaft geworden, die wir leben und lieben. Und das sehen und erleben die Jungs natürlich auch. Und das prägt sehr, wenn man sieht das jemand etwas mit Leidenschaft tut und liebt was er da tut.

Emil hat diese Leidenschaft für sich scheinbar schon sehr früh entdeckt.

Er ist mit seinen gerade einmal 10 Jahren selbstständiger und sicherer in der Küche, als so mancher gestandener Mann. Er macht völlig selbstverständlich hervorragende Pfannkuchen/Pancakes, Muffins, unterschiedlichste Kuchen, Brot, Brötchen, Tortillas, Bratkartoffeln, Nudeln mit Soße, Eis mit selbstgemachten Waffeln, Smoothies, und und und… Er kreiert sogar schon seine eigenen Rezepte. Er scheut sich vor keinem Rezept das er noch nicht gekocht hat und stellt sogar eigenständig den Einkaufszettel dafür zusammen. Unvegane Rezepte? Die werden von ihm kurzerhand veganisiert.

Neulich, Sonntag Morgens, haben sie z.B. alle zusammen ein Brot zum Frühstück gebacken. Sie haben es sogar extra ohne Küchenmaschine angerührt damit wir nicht wach werden.

Vor einiger Zeit mussten Emil und Henri, für 2 Wochen, mit mir (Janne) ins Büro kommen. Sie hatten noch Ferien und Piet war gerade in der Eingewöhnung. Also waren die Beiden Vormittags mit im Büro. Aber mit was sollten sie sich die ganze Zeit beschäftigen? Richtig! Mit Kochen und Backen. Mein Chef hatte nichts dagegen, zum Einen das sie mitkommen und zum anderen das sie die Küche benutzen. Also haben Emil und Henri Morgens alles zusammen gepackt was sie für den Vormittag benötigen würden. Angefangen von der Küchenmaschine, über Backpapier, Backformen, Waffeleisen, Zutaten, Rezept, Putzzeug und was noch so benötigt wurde. Im Prinzip so als wenn man ein Showkochen auf einer Messe veranstaltet. Diese 2 Wochen waren eine tolle Zeit! Nicht nur für die Jungs, sondern auch für uns im Büro und auch die gesamte Mannschaft in der Werkstatt. Es gab Muffins, Cookies, Waffeln, Pancakes, Kuchen, Linzer Törtchen und und und… Die Jungs waren so unglaublich stolz als sie ihre Meisterwerke verteilen durften. Und es hat absolut allen geschmeckt. Einzige Bedingung die ich an die Jungs gestellt hatte war, das sie die Küche genau so sauber und ordentlich hinterlassen wie sie sie vorgefunden haben. Und das haben sie auch. Jeden Tag wurde eifrig für den nächsten Tag ein Rezept raus gesucht, die Einkaufsliste geschrieben und, wenn nötig, eingekauft.

Wir haben schon frische Pfannkuchen, Saft, Marmelade, Aufstriche, Obst und Gemüse und frischen Kaffee ans Bett bekommen. Und dabei hat Emil dann sogar noch heimlich einen Kuchen, mit Glasur und Himbeeren, gebacken. Als wir ihn gefragt haben ob da der Backofen in der Küche läuft, hat der kleine Schlingel einfach „Nein, warum?“ gesagt. Und wir haben wirklich nicht mitbekommen das er diesen Kuchen heimlich gemacht hat.

Und auch Henri und Piet sind schon tolle Helfer in der Küche und gucken sich dabei Allerlei ab.

Unsere Jungs unterstützen sich wirklich ganz wundervoll in der Küche und bringen sich gegenseitig vieles bei.

Natürlich wäre es jetzt aber falsch den Eindruck zu vermitteln das unsere Jungs händeweise Gemüse essen und alles immer ein Kinderspiel ist. Auch wenn sie schon lange vegan sind, gibt es natürlich auch bei uns immer noch „Das mag ich nicht“ ohne es probiert zu haben. Und natürlich haben auch wir lange Zeit, bei den Gerichten auf Nr. Sicher gesetzt und vieles gekocht von dem wir genau wissen das sie es essen. Aber seit wir immer mehr in Sebastian Copiens Welt eintauchen und durch seine Kurse lernen wie man richtig kocht, hat sich auch das gesamte Geschmackserlebnis unbeschreiblich verändert. Und bedingt dadurch, haben wir vor einiger Zeit zu den Kindern gesagt das wir ab jetzt nicht mehr im sicheren Hafen kochen, sondern neue Dinge ausprobieren. Und das Meiste davon lieben sie.

Und alles, von dem sie behaupten, sie mögen es nicht, kommt einfach in eine Pizzaschnecke. Denn die werden hier über alles geliebt. Und zwar völlig egal was dort drin ist. 🙂

Aber die Gerichte die die Jungs selber gekocht haben, schmecken natürlich gleich noch viiiiel besser und werden mit einer ganz anderen Wertschätzung gegessen. Und es macht sie unheimlich stolz zu kochen und so für unsere Familie zu sorgen.

Wir sind wirklich unglaublich stolz auf unsere Jungs. Nicht nur darauf das sie schon so selbstständig sind und so toll kochen und backen können, sondern auch darauf wie gut sie die Umstellung zum Veganismus, mit uns zusammen, gemeistert haben und ihn Heute mit Stolz leben.

9 Tipps, um Kindern leckeres Gemüse und die Küche näher zu bringen

  1. Mit Begeisterung vorleben. Beim Essen dem Genuss freien Lauf lassen und deutlich zeigen wie lecker es ist.
  2. Nicht zum Thema machen wenn sie was nicht mögen, oder sie drängen weil „es ja so wichtig isst „
  3. Geheimwaffe Pizzaschnecke. Alles was sie nicht mögen wir in Pizzaschnecken reingerollt. Und die lieben sie über alles
  4. Nicht vergleichen/verurteilen. Nicht die Kinder miteinander vergleichen, weil der Eine mehr Gemüse/Obst isst als der Andere. Das hinterlässt ein negatives Gefühl, in Bezug auf das Lebensmittel
  5. Immer wieder anbieten. Irgendwann kommt dann plötzlich der Tag, an dem es heißt:“Ja, nehme ich“ Wenn es auch 2 Jahre dauert, bis die Tomate gegessen wird.
  6. Ab in den Smoothie. Chlorella, ist dann z.B. einfach kein Algenpulver, sondern Hulk-Power. Und schon ist es cool.
  7. Beim Kochen mit einbeziehen und ihnen Aufgaben beim Kochen geben. Dadurch, bekommen sie eine ganz andere Bindung zum Essen.
  8. Nicht Aufgeben. Alles hat seine Zeit. Früher mochte Emil keine Erdbeeren. Heute versteht er gar nicht, warum er die Früher nicht gegessen hat.
  9. Gemeinsam Einkaufen und die Kinder das Gemüse auswählen lassen. Dadurch wird der Bezug dazu gestärkt und die Kinder sind stolz das sie genau DIESEN Brokkoli (oder was auch immer) ausgewählt haben

Melanie und Janne sind seit dem Sommer 2018 Teilnehmer der Bowl Masterclass und mit einer soo großen Leidenschaft und Freude dabei wunderbare Gerichte zu zaubern und mit euch zu teilen.

> Hier geht’s zum Instagram-Profil von Melanie
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2019-02-04T07:12:07+00:00
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